{"id":1579,"date":"2025-05-09T17:41:17","date_gmt":"2025-05-09T15:41:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.grimmhof.it\/?page_id=1579"},"modified":"2025-05-20T21:43:31","modified_gmt":"2025-05-20T19:43:31","slug":"die-sage-der-edlweiss-huette","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.grimmhof.it\/de\/die-sage-der-edlweiss-huette\/","title":{"rendered":"Die Sage der Edlweiss H\u00fctte"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Sage der Edlweiss H\u00fctte<\/h2>\n\n\n\n<p>Vor langer, langer Zeit als im Schlerngebiet noch Graf \u201eNiemandsfreund&#8221; regierte und der alte Partschott durch die Latschen bei den Rossz\u00e4hnen schlich, stand unterhalb des Goldknopfes am Ufer eines kleinen Hochmoores die kleine \u201eGrimmenschwaige&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zugang zur kleinen Holzh\u00fctte war nicht ganz ungef\u00e4hrlich, denn sie war nur \u00fcber einen schmalen Holzsteg, der \u00fcber das besagte Moor f\u00fchrte, zu erreichen. Schon manch ein Wanderer, der nach dem Besuch in der Schwoaga nach dem einen oder andern Schnapsl den Steg verfehlte drohte im Moor zu versinken und konnte meist nur in letzter Minute gerettet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bewohnt wurde die \u201eGrimmenschwoaga&#8221; von einer au\u00dfergew\u00f6hnlich h\u00fcbschen Sennerin namens Liesl. Als regelrechten \u201eVolkssport&#8221; k\u00f6nnte man das damals weit verbreitete und beliebte \u201eFensterlen&#8221; bezeichnen. Dabei schlichen sich die jungen Burschen zum Haus der Angebeteten, klopften an ihr Fenster und hofften auf Einlass. Auf der Alm war es zudem Brauch dieses Begehren mit einem, unter gro\u00dfen M\u00fchen und Gefahren gepfl\u00fcckten Edlwei\u00dfstr\u00e4u\u00dfchen, zu beg\u00fcnstigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da hatten sie aber bei der sch\u00f6nen Liesl kein Gl\u00fcck. Sie blieb stets standhaft und machte keinem ihr Fenster auf und wenn sie sich noch so bem\u00fchten und ihr \u201eBrunftgeheule&#8221; schauerlich die Nacht erf\u00fcllte. &#8211; Die mitgebrachten Edlwei\u00dfstr\u00e4u\u00dfchen aber steckten die abgewiesenen Freier stets demonstrativ in die Holzbalken rund um das Fenster. Lies lie\u00df sie dort und r\u00fchrte sie nicht an und so \u201ezierten&#8221; bald hunderte Edlwei\u00dfsterne das Fenster bei der Grimmnschwaige. So war es kein Wunder, dass Wanderer, Sommerfrischler aus der Stadt und vor allem die Kinder bald nur mehr von der Edlweiss H\u00fctte auf der Seiser Alm sprachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal jedoch passierte etwas Schreckliches. Ein junger Bursche aus dem Fassatal hatte von der sch\u00f6nen Lies geh\u00f6rt und wollte auch sein Gl\u00fcck bei ihr versuchen. Er wanderte durch das Durontal zum Dialer und stieg beim Tierser Alpl auf das \u201eHundsk\u00f6pfl&#8221;, denn dort, so sagte man, seien die sch\u00f6nsten Edlwei\u00df zu finden. Unter Einsatz seines jungen Lebens pfl\u00fcckte er einen Strau\u00df Edelwei\u00df und als es finster wurde, machte er sich auf, das Herz der sch\u00f6nen Lissi zu erobern. Es war eine mondlose, unheimliche Nacht und in der Finsternis verfehlte er den Steg und versank gurgelnd und wild um sich schlagend im Moor. Ein schrecklicher Tod. Am n\u00e4chsten Tag bot sich der Liesl und einigen fr\u00fchen Wanderern ein schreckliches Bild: aus dem Moor ragte schauerlich eine verkrampfte Hand und in der Hand ein Strau\u00df Edlwei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit diesem Tag traute sich niemand mehr des Nachts in die N\u00e4he der Schwaige, denn, so erz\u00e4hlte man sich, wenn es finster wird, sieht man im Moor den verkrampften K\u00f6rper des jungen \u201eFaschaners&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Moor ist heute einem Bew\u00e4sserungsbecken gewichen, die Schwaige wurde versetzt aber der Name \u201eEdlweiss H\u00fctte&#8221; ist geblieben&#8230;. Und beim Ausheben des Beckens fand man in sechs Metern Tiefe eine 13.500 Jahre alte Url\u00e4rche, die ausschaut&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>verfasst 2025 von Karl Hofer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sage der Edlweiss H\u00fctte Vor langer, langer Zeit als im Schlerngebiet noch Graf \u201eNiemandsfreund&#8221; regierte und der alte Partschott durch die Latschen bei den Rossz\u00e4hnen schlich, stand unterhalb des Goldknopfes am Ufer eines kleinen Hochmoores die kleine \u201eGrimmenschwaige&#8221; Der Zugang zur kleinen Holzh\u00fctte war nicht ganz ungef\u00e4hrlich, denn sie war nur \u00fcber einen schmalen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1579","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.grimmhof.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1579","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.grimmhof.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.grimmhof.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.grimmhof.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.grimmhof.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1579"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.grimmhof.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1579\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1661,"href":"https:\/\/www.grimmhof.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1579\/revisions\/1661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.grimmhof.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1579"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}